Der Fremde
Von Beruf bin ich Musikverwerter. Das hat überhaupt nichts mit vermarkten oder dem Einsatz von Musik in bestimmten oder unbestimmten Bereichen / Umgebungen zu tun, wie die meisten Menschen glauben, denen ich meine Berufsbezeichnung nenne; ich bin viel mehr so etwas wie ein Schrotthändler, eine Müllverwertung, Rohstofftrennung. Mir gehört eine Art grüner Punkt im Musikgeschäft. Wenn ein Musikstück ausgedient hat, wenn es so gut wie überhaupt nicht mehr gespielt wird, was mit den meisten Stücken geschieht, was niemand merkt, da sie nicht gespielt werden, landet es früher oder später bei mir. Ich nehme es auseinander, denn es sind noch jede Menge Teile dran, die wieder verwertet werden können. Manchmal hat ein Stück einen sehr guten und brauchbaren Rhythmus, den man so wie er ist belassen und in ein neues Stück einsetzen kann. Aber das meiste wird doch in alle Einzelteile zerlegt und in den Kreislauf eingespeist. Meist ärmere Komponisten, denen neues Material zu teuer ist, holen sich dann bei mir, was sie brauchen können. Natürlich hört man es, wenn altes Material benutzt wurde, auch wenn ich es runderneuert oder gereinigt hatte, weswegen die Komponisten weiterhin arm bleiben. Ich erinnere mich jedoch an einen Kunden, der aus ein paar sehr einfachen Strukturen einiger Schlager aus den Sechzigern und frühen Siebzigern ein Stück zusammensetzte, was die richtige Band in die Finger bekam und daraus wurde ein Hit. Nur im deutschsprachigen Raum, obwohl der Text englisch gesungen wurde. Aber die verwendete Musik hatte wohl immer noch den deutschen Klang. Er, der Komponist, hat dann versucht, an das Erfolgsrezept anzuknüpfen, aber er hat natürlich neues Material verwendet, 1a digital erzeugte Retrotöne. Das ist dann fürchterlich gefloppt. Doch der Gewinn aus dem einen Song hat gereicht für eine kleine Hütte auf Malle und da hockt er jetzt in der Abendsonne bei einer Flasche Rotwein und versucht alten Wein in neue Schläuche zu füllen - oder umgekehrt.
So etwas kommt selten vor. Auch bediene ich weniger das Schlagergeschäft. Meine Kunden machen eine Art Unterhaltungsmusik. Wenn es die Bezeichnung "volkstümlich" erhält, ist das schon niveauvoll gegenüber dem, was die meisten anderen machen. Es ist im großen und Ganzen scheussliches Zeugs, was von einem ausgemusterten drittklassigen Sänger zur Eröffnung eines Möbelmarkts ins Mikro gehustet wird und danach nie wieder jemandem zu Ohren kommt. So ist meine Arbeit nicht gerade rühmlich zu nennen. Ich sorge nur dafür, dass nicht der ganze Schrott in der Gegend rumliegt. Er verschwindet nicht aus der Welt, weil wieder neuer Schrott daraus hergestellt wird, aber so hält er sich in Maßen.
Ich besitze ein kleines Büro in einem Ladenlokal einer Vorstadtsiedlung. Die Erbauer wollten wohl Soziostruktur mit einplanen, es sollten im Viertel Läden entstehen, in denen die Bewohner einkaufen würden. Aber quasi zum Bezugstermin eröffnete gegenüber, auf der anderen Seite der Schnellstraße, ein riesiger Supermarkt mit Parkplätzen und einer Hähnchenbraterei vor der Tür. Die Bewohner dieser Siedlung gehören größtenteils jener sozialen Schicht an, die schon aus der Unfähigkeit zur Urteilsbildung davon überzeugt sind, dass in einem riesigen Supermarkt billiger und besser einzukaufen sei als in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft. So machten die Bäckerei, der Metzger und das Schuhgeschäft ziemlich rasch einen Rückzieher. Die Apotheke hielt drei Einbrüche lang durch, dann wurde auch sie geschlossen und nur ein Kinderbetreuungsprojekt der Stadt und der Friseur sind noch von den ersten Mietern übrig. In den anderen Ladenlokalen haben sich ein Computer- und Handyhändler, eine Teilzeitarbeitsvermittlung und ausser mir noch eine griechische Änderungsschneiderin eingerichtet, sechs weitere Läden stehen leer. Mich stört die Umgebung nicht und ich störe meine Umgebung nicht. Die Jugendlichen versuchten eine Zeit lang, mich mit ihren halbstarken Sprüchen einzuschüchtern, wenn ich morgens zur Arbeit kam oder Abends wieder den Laden verließ. Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe, aber inzwischen lassen sie mich nicht nur in Ruhe, ich glaube, sie respektieren mich sogar.
Früher hatte ich einen Laden in der Nähe der Altstadt, mit einem großen Lagerraum. Inzwischen wickel ich aber die meisten Geschäfte über das Internet ab, es kommt selten vor, dass mich ein Kunde hier draußen persönlich aufsucht. Die hierher kommen, tun es weniger, um die Ware in Augenschein nehmen zu können, es geht ihnen mehr um ein Schwätzchen. Sie schlagen ihre einsame Zeit bei mir tot und stehlen mir dabei die meine.
Mit diesem Gedanken im Kopf hob ich ihn, als jemand den Laden betrat. Es gibt nur einen kleinen Verkaufstisch, wie gesagt brauche ich soetwas eigentlich nicht, und der Besucher, der mir fremd war, kam geradewegs auf mich zu. Er war von ungefähr meiner Körpergröße, zartgliedrig gebaut, mit schwul wirkender Kleidung und Beschmückung. Billig schwul. Es gibt durchaus Schwule, die es sich ansehen lassen, mit Stil. Er hatte keinen. Gut, er passte in meinen Kundenkreis. Wie gesagt, er kam geradewegs auf mich zu, trat nahe an mich heran, zu nahe für jemand, den ich noch nie zuvor gesehen hatte, und stieß mit enormer Wucht seine Stirn gegen meine Nase.
erst spürte ich überhaupt nichts, nur eine ganz besondere Form der Verwunderung, des Erstaunens. Es dauerte exakt einen dreiviertel Takt, in dem Tempo,welches James Last bevorzugte, ehe er die Erleuchtung erlangte. (Von da an wurde er etwas langsamer.) Soweit funktionierte mein Hirn einwandfrei. Gefühlt dauerte es etwa eine Ewigkeit von der Art, wie sie einem vorkommt beim fade out von Hey Jude. Allerdings hörte es abrupt auf und brannte sich dann in mein Gesicht wie jener wunderbare hohe Schrei, mit dem VASTATOR beginnen, der sofort in Gitarrengeheul übergeht.
Nach einem dreiviertel Takt konnte ich"Du blödes Arsch..." durch die Zähne pressen, dann rammte sein Knie in meine Eier. Hierzu gab es keine Verblüffung mehr, es dauerte auch nur eine Unmerklichkeit, bis ich etwas im Nacken spürte, aber schon nicht mehr als Schlag, da war ich schon weggetreten, im wahrsten Sinne des Wortes.
Als Kind hatte ich mir eine Technik angeeignet, mit der ich eine Trance erzeugen konnte. An irgendetwas in meinem Zimmer befand sich eine kleine Metallfeder, ein kurzes, überstehendes Band, welches ich mit dem Daumen zupfen konnte und daraufhin einen Ton wie ploing von sich gab. Mit einem gleichmäßigen Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing hole ich mir einen blutigen Daumen und einen Zustoned, für den ich später richtig Geld ausgab, weil ich die KIndermethode entweder vergessen hatte oder nicht turnend genug fand. Ähnliches erreichte ich durch das Wiederholen ein und des selben Wortes, bis es jeglichen Sinn verlor, dafür mich im Samadhi treiben ließ. Also Mantra Shanten. In etwa so war mein Bewußtsein beschaffen, als ich es wieder vorfand. Nur kurz, dann verschwand es wieder für eine unbestimmbare Weile in einem der Metallspinde, die auf der Wiese rumstanden, kreuz und quer, hunderte, ohne erkennbaren Sinn oder Zweck. Dann wurde ich wach und musste auf der Stelle kotzen, ohne Umschweife, zwischen meine Beine und auf meine Schuhe.
Musikverwerter wird man nicht nach einem sechssemestrigen Kombistudium von Musikwissenschaften und BWL, einer anschließenden zwei- oder dreijährigen Anstellung in einem Musik verwertendem Unternehmen und danach macht man sich mit einem Kredit oder einer Erbschaft selbständig. Nein, so wird man das nicht. Ich habe diesen Beruf erfunden, auch nicht so an einem lauen Sommernachmittag am Ufer des kleines Flusses, der meine Heimatstadt halbiert oder aus einer Laune heraus, nach dem fünften Bier mit Freunden und lautem Hallo.
Als ich im richtigen Alter war, hatte ich mir die Haare lang wachsen lassen, wie es zu der Zeit Mode wurde, und an der Tankstelle meines Onkels Autos gewaschen, bis ich genug zusammen hatte für ein Fender Rhodes. Damit bekam ich sofort Zugang zu den "Cadillacs", einer lokalen Band mit einigermaßen Ruf. Wir spielten in Jugendheimen und alle drei Wochen samstagsabends im Beatkeller, einem schlecht beleumundeten Ableger der Marktschenke, hauptsächlich Stücke der Kinks, Manfred Man und Eric Burdon and the Animals. Wenn es uns gefiel, nahmen wir auch die aktuelle Nummer eins der Hitparade von AFN ins Repertoire. Als Julie Driscoll mit der Brian Auger Trinity Bob Dylans "Wheels on Fire" in die Charts schob, holten wir Margret Niklaus als Sängerin in die Band. Sie wurde zu unserer Yoko Ono, hing Mark, unserem Gitarristen lähmend im Arm, fickte aber anscheinend dermaßen gut, das er nicht von ihr lassen konnte und so gingen nach vier Jahren die Cadillacs auseinander.
In einem der Jugendheime hatte ich Kontakt zur Hausherrin, der Pastorin bekommen und zum Zeitpunkt unserer Auflösung spielte ich schon seit acht Monaten in ihrer Kirche zu den Gottesdiensten, obwohl Religion nicht an mich ging. Aber die Pastorin fickte auch gut. Es machte mir nichts aus, dass sie ungefähr zehn Jahre älter war als ich, es gefiel mir sogar, zumindest eine ganze Weile.
Nach dem Abitur hatte ich ein Biologiestudium angefangen, weil mir der Unterricht in der Schule Spass gemacht hatte. Aber es ist nicht richtig, zu sagen, ich hätte ein Studium angefangen. Ich hatte mich eingeschrieben und gelegentlich ging ich außer in die Mensa auch in die eine oder andere Vorlesung. Zum Bund brauchte ich nicht wegen einer Verkrümmung des Rückgrads. Das hatte zwar sonst noch niemand bemerkt, aber mir sollte es recht sein.
Irgendwann fing die Pastorin an zu nerven, ich müsse mich um einen anständigen Beruf kümmern, fand Lehramt Biologie und Musik doch eine angenehme Verbindung, träumte von meinen langen Ferien, in denen wir mit einem selbstgebauten Segelboot zwischen den griechischen Inseln kreuzen würden, was dazu führte, das ich mich per Autoüberführung nach Marocco absetzte. Eine Zeit lang fühlte ich mich da ganz wohl, dann ging ich rüber nach Spanien, lebte zwei Jahre in Granada mit Gitarre und Mundharmonika als Straßenmusiker in einem besetzten Haus und kam gerade rechtzeitig zum Deutschen Herbst wieder in die Heimat. Mich interessierten RAF, Schleyer, Stammheim allerdings reichlich wenig. In Heidelberg traf ich auf einer Parkbank einen ehemaligen Kommilitonen. Er hatte gerade von einem entfernten Onkel in der Nähe von Darmstadt eine kleine Villa geerbt. In deren Keller stand eine Art Druckmaschine und eine Art Computer. Letzteres hatte mit dem, was man heute darunter versteht, nur gemein, dass es eine Tastatur und den Bildschirm gab. Alles Andere war alles anders.
Ich erzähle Ihnen das alles, diesen biografischen Schnelldurchlauf, damit Sie verstehen, Kotze zwischen den Beinen und auf den Schuhen war für mich nicht unbedingt was absolut Neues. Sowas hatte es schon in verschiedenen Etappen gegeben, hatte aber bisher immer einen hedonistischen Hintergrund. Das jetzt hier war anders und die Schmerzen hatten auch ganz andere Zentren. Mein Nasenbein musste gebrochen sein, auch klebte Blut an meiner Oberlippe. So lange ich da saß, fühlten sich meine Hoden nur erträglich geschwollen an. Aber ich wollte aufstehen und das gestaltete sich etwas umständlicher als zunächst gedacht. Nach dem ersten Versuch gönnte ich mir eine Verschnaufpause. In der wollte ich meine Situation analysieren, aber auch das gestaltete sich umständlicher, weil vorerst anscheinend an klares Denken nicht zu denken war.
Es war ein Tektronics 4013, ein Storage Tube Vector Graphics Terminal aus dem Jahre 72 mit einer Auflösung von 1024 x 768. Und er war gefüttert mit einem SCORE Programm, dem besten und zu der Zeit wahrscheinlich einzig tauglichen, mit dem Musiknoten geschrieben werden konnten. Die "Druckmaschine" war ein 100dpi Pen Plotter, der fast quadratmetergroße Bögen ausspuckte, die dann phototechnisch auf A4 verkleinert wurden.
Cornelius (Conny) Rotenburger hatte mit der Villa auch den Notenverlag seines Onkels geerbt und nicht die Bohne Ahnung, was das soll und wie es geht. Das war der Moment, in dem sich jener Wunsch der mir inzwischen doch recht fernen Pastorin erfüllte und ein zwar ungewöhnlicher aber anständiger Beruf von meinem Leben Besitz ergriff.
Inzwischen war ich auf den Knien, konnte mich mit meiner rechten Hand an der Ladentheke halten, während mein Magen noch einmal durch den Doppellooping fuhr. (An dieser Stelle fällt der Autor die Entscheidung, später einen Chinesen namens Lu Ping in die Handlung einzuführen, aber das hat noch Zeit - vielleicht auch Zwillinge - Do und Lu Ping, inzwischen hat der Autor diese Entscheidung auch schon wieder verworfen, weil weiter als bis hier trägt der Witz nicht. Später dann immer wieder den gleichen Kalauer zu erzählen, wenn die beiden mehr als nur mal kurz auftauchen sollen, was sie ja jetzt schon getan haben, das wird genauso langatmig und fad wie das fade out bei Hey Jude)
Es kam nichts mehr und so stemmte ich mich langsam hoch. Aus irgendeinem Grund hing mein linker Arm wie ein leerer Jackenärmel an meiner Schulter. Ich konnte ihn spüren, aber nicht bewegen.
Ich wollte, das jetzt einer käme und mich nach Hause brächte, mich auf mein Sofa legte, mir das Blut aus dem Gesicht wüsche und mir eine heiße Suppe machte. Aber es kam niemand, wer hätte auch kommen sollen. Von draussen konnte niemand in den Laden sehen, weil ich eine weiße Folie auf die Scheibe geklebt hatte. Hier gibt es für gewöhnlich nichts zu sehen.
Das Telefon war kaputt, auf den Boden geschmissen und / oder draufgetreten. Die Computertastatur war auch hin.
Letzte Herbst hatte mir einer meiner Stammkunden aus seinem Griechenlandurlaub eine kleine Statue des Diskuswerfers nach Myron mitgebracht, die steckte jetzt kopfüber zwischen den Tasten. Im ersten Augenblick verfluchte ich mich, weil ich das Ding verwahrt hatte, obwohl ich für solche Souverniers nichts übrig habe und schon Sorge hegte, nun würden andere Kunden glauben, ich fände Gefallen an Nippesfiguren oder Statuen von nackten Jünglingen und in zwei, drei Jahren wäre die Bude voll damit. Aber der Wüstling, der trotz seines schwulischen Auftretens wohl nichts für nackte Jünglinge empfindet, hätte etwas anderes gefunden gegen die Tastatur, wäre der Knabe schon früher in den Müll gewandert.
Aktenordner lagen halb entleert über den Boden verstreut, die Kaffekanne darüber ausgegossen, die Aschenbecher entleert. Ein paar Bilder waren von den Wänden geholt, einige hingen unbeachtet. Es war alles sehr ordentlich durcheinander gebracht worden. Wie von einem hochbezahlten Film-Requisiteur. So hatte es auszusehen nach einem gewaltsamen Eindringen, einem Niederschlag, einem Überfall. Das war glaubhaft, nicht zuviel und nicht zuwenig. Jeder, ob Profi oder Laie, wird sich davon überzeugen lassen, dass hier was gesucht worden war.
Es kam mir nur nichts in den Sinn, was man bei mir hätte suchen wollen. Hier gibt es werde Geld noch Schmuck noch Geheimnisse. Darum ging es. Das war alles so glaubwürdig, dass ich mit dieser Aussage unglaubwürdig würde. Mir drehte sich wieder der Magen. Es ging darum, die Polizei aus dem Spiel zu lassen. Aber worum ging es sonst noch? Ich hatte keine Ahnung.
Es entwickelte sich so, dass Conny schon das Geklapper der Tastatur, erst recht der Plotter, zu laut war, er sich immer mehr in das obere Stockwerk zurückzog und anfing in japanischen Mönchskleidern rumzulaufen. Nach anderthalb Jahren einigten wir uns dahingehend, dass er nach Japan ging zum Meditieren, während ich in der Villa blieb und den Verlag weiterführte, wofür er von mir eine ausreichende monatliche Beteiligung überwiesen bekam; eine Regelung, die uns beide für eine lange Zeit zufrieden stellte.
Soviel ich weiß, hat sich in seinem Leben seither nicht viel geändert. Er läuft immer noch in japanischer Mönchskleidung rum, sitzt sich immer noch den halben Tag den Hintern platt, um das Geplapper der Synapsen zu reduzieren und wahrscheinlich wäre es ihm scheißegal, wenn er wüsste, dass ich ihn bei der Fusion des Verlags mit Schott und dem Verkauf der Villa kräftig übers Ohr gehauen hab. Immerhin hatte ich zwölf Jahre meines Lebens in das ganze Unternehmen gesteckt, was aus dem Keller raus- und fast bis unter das Dach der Villa gewachsen war. Wir schrieben Noten mit Computern, das ging schneller als alle anderen Verfahren und wir waren so gut, dass es die meisten Kritiker dieser Entwicklung nicht einmal bemerkten. Ich hatte in den Jahren das Programm so weit verbessert, dass ich Schott 1990 überreden konnte, es einzusetzen. Es kostete Schott viel Geld und es kostete viele Arbeitsplätze. Weil es zumindest in den ersten Jahren ohne mich nicht ging, musste Schott mich mitkaufen. So kam ich hierher in unsere kleine Stadt, wo ich mir ein bescheidenes Vermögen auf die Seite legen konnte. 1995 stieg ich aus und machte mich als Musikverwerter selbständig.
Jetzt wissen Sie in groben Zügen Bescheid. Ich hoffe, Sie sind die richtige Person, um mir aus dem ganzen Dilemma rauszuhelfen. Bis hierher gehts ja noch, aber warten Sie ab, es wird noch richtig düster.
tonbandprotokoll vom 23 Mai 2006, eingeschaltet 7:13 uhr, abgeschaltet 10:46 uhr.
niederschrift vom 17. juni des selben jahres
So etwas kommt selten vor. Auch bediene ich weniger das Schlagergeschäft. Meine Kunden machen eine Art Unterhaltungsmusik. Wenn es die Bezeichnung "volkstümlich" erhält, ist das schon niveauvoll gegenüber dem, was die meisten anderen machen. Es ist im großen und Ganzen scheussliches Zeugs, was von einem ausgemusterten drittklassigen Sänger zur Eröffnung eines Möbelmarkts ins Mikro gehustet wird und danach nie wieder jemandem zu Ohren kommt. So ist meine Arbeit nicht gerade rühmlich zu nennen. Ich sorge nur dafür, dass nicht der ganze Schrott in der Gegend rumliegt. Er verschwindet nicht aus der Welt, weil wieder neuer Schrott daraus hergestellt wird, aber so hält er sich in Maßen.
Ich besitze ein kleines Büro in einem Ladenlokal einer Vorstadtsiedlung. Die Erbauer wollten wohl Soziostruktur mit einplanen, es sollten im Viertel Läden entstehen, in denen die Bewohner einkaufen würden. Aber quasi zum Bezugstermin eröffnete gegenüber, auf der anderen Seite der Schnellstraße, ein riesiger Supermarkt mit Parkplätzen und einer Hähnchenbraterei vor der Tür. Die Bewohner dieser Siedlung gehören größtenteils jener sozialen Schicht an, die schon aus der Unfähigkeit zur Urteilsbildung davon überzeugt sind, dass in einem riesigen Supermarkt billiger und besser einzukaufen sei als in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft. So machten die Bäckerei, der Metzger und das Schuhgeschäft ziemlich rasch einen Rückzieher. Die Apotheke hielt drei Einbrüche lang durch, dann wurde auch sie geschlossen und nur ein Kinderbetreuungsprojekt der Stadt und der Friseur sind noch von den ersten Mietern übrig. In den anderen Ladenlokalen haben sich ein Computer- und Handyhändler, eine Teilzeitarbeitsvermittlung und ausser mir noch eine griechische Änderungsschneiderin eingerichtet, sechs weitere Läden stehen leer. Mich stört die Umgebung nicht und ich störe meine Umgebung nicht. Die Jugendlichen versuchten eine Zeit lang, mich mit ihren halbstarken Sprüchen einzuschüchtern, wenn ich morgens zur Arbeit kam oder Abends wieder den Laden verließ. Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe, aber inzwischen lassen sie mich nicht nur in Ruhe, ich glaube, sie respektieren mich sogar.
Früher hatte ich einen Laden in der Nähe der Altstadt, mit einem großen Lagerraum. Inzwischen wickel ich aber die meisten Geschäfte über das Internet ab, es kommt selten vor, dass mich ein Kunde hier draußen persönlich aufsucht. Die hierher kommen, tun es weniger, um die Ware in Augenschein nehmen zu können, es geht ihnen mehr um ein Schwätzchen. Sie schlagen ihre einsame Zeit bei mir tot und stehlen mir dabei die meine.
Mit diesem Gedanken im Kopf hob ich ihn, als jemand den Laden betrat. Es gibt nur einen kleinen Verkaufstisch, wie gesagt brauche ich soetwas eigentlich nicht, und der Besucher, der mir fremd war, kam geradewegs auf mich zu. Er war von ungefähr meiner Körpergröße, zartgliedrig gebaut, mit schwul wirkender Kleidung und Beschmückung. Billig schwul. Es gibt durchaus Schwule, die es sich ansehen lassen, mit Stil. Er hatte keinen. Gut, er passte in meinen Kundenkreis. Wie gesagt, er kam geradewegs auf mich zu, trat nahe an mich heran, zu nahe für jemand, den ich noch nie zuvor gesehen hatte, und stieß mit enormer Wucht seine Stirn gegen meine Nase.
erst spürte ich überhaupt nichts, nur eine ganz besondere Form der Verwunderung, des Erstaunens. Es dauerte exakt einen dreiviertel Takt, in dem Tempo,welches James Last bevorzugte, ehe er die Erleuchtung erlangte. (Von da an wurde er etwas langsamer.) Soweit funktionierte mein Hirn einwandfrei. Gefühlt dauerte es etwa eine Ewigkeit von der Art, wie sie einem vorkommt beim fade out von Hey Jude. Allerdings hörte es abrupt auf und brannte sich dann in mein Gesicht wie jener wunderbare hohe Schrei, mit dem VASTATOR beginnen, der sofort in Gitarrengeheul übergeht.
Nach einem dreiviertel Takt konnte ich"Du blödes Arsch..." durch die Zähne pressen, dann rammte sein Knie in meine Eier. Hierzu gab es keine Verblüffung mehr, es dauerte auch nur eine Unmerklichkeit, bis ich etwas im Nacken spürte, aber schon nicht mehr als Schlag, da war ich schon weggetreten, im wahrsten Sinne des Wortes.
Als Kind hatte ich mir eine Technik angeeignet, mit der ich eine Trance erzeugen konnte. An irgendetwas in meinem Zimmer befand sich eine kleine Metallfeder, ein kurzes, überstehendes Band, welches ich mit dem Daumen zupfen konnte und daraufhin einen Ton wie ploing von sich gab. Mit einem gleichmäßigen Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing-Ploing hole ich mir einen blutigen Daumen und einen Zustoned, für den ich später richtig Geld ausgab, weil ich die KIndermethode entweder vergessen hatte oder nicht turnend genug fand. Ähnliches erreichte ich durch das Wiederholen ein und des selben Wortes, bis es jeglichen Sinn verlor, dafür mich im Samadhi treiben ließ. Also Mantra Shanten. In etwa so war mein Bewußtsein beschaffen, als ich es wieder vorfand. Nur kurz, dann verschwand es wieder für eine unbestimmbare Weile in einem der Metallspinde, die auf der Wiese rumstanden, kreuz und quer, hunderte, ohne erkennbaren Sinn oder Zweck. Dann wurde ich wach und musste auf der Stelle kotzen, ohne Umschweife, zwischen meine Beine und auf meine Schuhe.
Musikverwerter wird man nicht nach einem sechssemestrigen Kombistudium von Musikwissenschaften und BWL, einer anschließenden zwei- oder dreijährigen Anstellung in einem Musik verwertendem Unternehmen und danach macht man sich mit einem Kredit oder einer Erbschaft selbständig. Nein, so wird man das nicht. Ich habe diesen Beruf erfunden, auch nicht so an einem lauen Sommernachmittag am Ufer des kleines Flusses, der meine Heimatstadt halbiert oder aus einer Laune heraus, nach dem fünften Bier mit Freunden und lautem Hallo.
Als ich im richtigen Alter war, hatte ich mir die Haare lang wachsen lassen, wie es zu der Zeit Mode wurde, und an der Tankstelle meines Onkels Autos gewaschen, bis ich genug zusammen hatte für ein Fender Rhodes. Damit bekam ich sofort Zugang zu den "Cadillacs", einer lokalen Band mit einigermaßen Ruf. Wir spielten in Jugendheimen und alle drei Wochen samstagsabends im Beatkeller, einem schlecht beleumundeten Ableger der Marktschenke, hauptsächlich Stücke der Kinks, Manfred Man und Eric Burdon and the Animals. Wenn es uns gefiel, nahmen wir auch die aktuelle Nummer eins der Hitparade von AFN ins Repertoire. Als Julie Driscoll mit der Brian Auger Trinity Bob Dylans "Wheels on Fire" in die Charts schob, holten wir Margret Niklaus als Sängerin in die Band. Sie wurde zu unserer Yoko Ono, hing Mark, unserem Gitarristen lähmend im Arm, fickte aber anscheinend dermaßen gut, das er nicht von ihr lassen konnte und so gingen nach vier Jahren die Cadillacs auseinander.
In einem der Jugendheime hatte ich Kontakt zur Hausherrin, der Pastorin bekommen und zum Zeitpunkt unserer Auflösung spielte ich schon seit acht Monaten in ihrer Kirche zu den Gottesdiensten, obwohl Religion nicht an mich ging. Aber die Pastorin fickte auch gut. Es machte mir nichts aus, dass sie ungefähr zehn Jahre älter war als ich, es gefiel mir sogar, zumindest eine ganze Weile.
Nach dem Abitur hatte ich ein Biologiestudium angefangen, weil mir der Unterricht in der Schule Spass gemacht hatte. Aber es ist nicht richtig, zu sagen, ich hätte ein Studium angefangen. Ich hatte mich eingeschrieben und gelegentlich ging ich außer in die Mensa auch in die eine oder andere Vorlesung. Zum Bund brauchte ich nicht wegen einer Verkrümmung des Rückgrads. Das hatte zwar sonst noch niemand bemerkt, aber mir sollte es recht sein.
Irgendwann fing die Pastorin an zu nerven, ich müsse mich um einen anständigen Beruf kümmern, fand Lehramt Biologie und Musik doch eine angenehme Verbindung, träumte von meinen langen Ferien, in denen wir mit einem selbstgebauten Segelboot zwischen den griechischen Inseln kreuzen würden, was dazu führte, das ich mich per Autoüberführung nach Marocco absetzte. Eine Zeit lang fühlte ich mich da ganz wohl, dann ging ich rüber nach Spanien, lebte zwei Jahre in Granada mit Gitarre und Mundharmonika als Straßenmusiker in einem besetzten Haus und kam gerade rechtzeitig zum Deutschen Herbst wieder in die Heimat. Mich interessierten RAF, Schleyer, Stammheim allerdings reichlich wenig. In Heidelberg traf ich auf einer Parkbank einen ehemaligen Kommilitonen. Er hatte gerade von einem entfernten Onkel in der Nähe von Darmstadt eine kleine Villa geerbt. In deren Keller stand eine Art Druckmaschine und eine Art Computer. Letzteres hatte mit dem, was man heute darunter versteht, nur gemein, dass es eine Tastatur und den Bildschirm gab. Alles Andere war alles anders.
Ich erzähle Ihnen das alles, diesen biografischen Schnelldurchlauf, damit Sie verstehen, Kotze zwischen den Beinen und auf den Schuhen war für mich nicht unbedingt was absolut Neues. Sowas hatte es schon in verschiedenen Etappen gegeben, hatte aber bisher immer einen hedonistischen Hintergrund. Das jetzt hier war anders und die Schmerzen hatten auch ganz andere Zentren. Mein Nasenbein musste gebrochen sein, auch klebte Blut an meiner Oberlippe. So lange ich da saß, fühlten sich meine Hoden nur erträglich geschwollen an. Aber ich wollte aufstehen und das gestaltete sich etwas umständlicher als zunächst gedacht. Nach dem ersten Versuch gönnte ich mir eine Verschnaufpause. In der wollte ich meine Situation analysieren, aber auch das gestaltete sich umständlicher, weil vorerst anscheinend an klares Denken nicht zu denken war.
Es war ein Tektronics 4013, ein Storage Tube Vector Graphics Terminal aus dem Jahre 72 mit einer Auflösung von 1024 x 768. Und er war gefüttert mit einem SCORE Programm, dem besten und zu der Zeit wahrscheinlich einzig tauglichen, mit dem Musiknoten geschrieben werden konnten. Die "Druckmaschine" war ein 100dpi Pen Plotter, der fast quadratmetergroße Bögen ausspuckte, die dann phototechnisch auf A4 verkleinert wurden.
Cornelius (Conny) Rotenburger hatte mit der Villa auch den Notenverlag seines Onkels geerbt und nicht die Bohne Ahnung, was das soll und wie es geht. Das war der Moment, in dem sich jener Wunsch der mir inzwischen doch recht fernen Pastorin erfüllte und ein zwar ungewöhnlicher aber anständiger Beruf von meinem Leben Besitz ergriff.
Inzwischen war ich auf den Knien, konnte mich mit meiner rechten Hand an der Ladentheke halten, während mein Magen noch einmal durch den Doppellooping fuhr. (An dieser Stelle fällt der Autor die Entscheidung, später einen Chinesen namens Lu Ping in die Handlung einzuführen, aber das hat noch Zeit - vielleicht auch Zwillinge - Do und Lu Ping, inzwischen hat der Autor diese Entscheidung auch schon wieder verworfen, weil weiter als bis hier trägt der Witz nicht. Später dann immer wieder den gleichen Kalauer zu erzählen, wenn die beiden mehr als nur mal kurz auftauchen sollen, was sie ja jetzt schon getan haben, das wird genauso langatmig und fad wie das fade out bei Hey Jude)
Es kam nichts mehr und so stemmte ich mich langsam hoch. Aus irgendeinem Grund hing mein linker Arm wie ein leerer Jackenärmel an meiner Schulter. Ich konnte ihn spüren, aber nicht bewegen.
Ich wollte, das jetzt einer käme und mich nach Hause brächte, mich auf mein Sofa legte, mir das Blut aus dem Gesicht wüsche und mir eine heiße Suppe machte. Aber es kam niemand, wer hätte auch kommen sollen. Von draussen konnte niemand in den Laden sehen, weil ich eine weiße Folie auf die Scheibe geklebt hatte. Hier gibt es für gewöhnlich nichts zu sehen.
Das Telefon war kaputt, auf den Boden geschmissen und / oder draufgetreten. Die Computertastatur war auch hin.
Letzte Herbst hatte mir einer meiner Stammkunden aus seinem Griechenlandurlaub eine kleine Statue des Diskuswerfers nach Myron mitgebracht, die steckte jetzt kopfüber zwischen den Tasten. Im ersten Augenblick verfluchte ich mich, weil ich das Ding verwahrt hatte, obwohl ich für solche Souverniers nichts übrig habe und schon Sorge hegte, nun würden andere Kunden glauben, ich fände Gefallen an Nippesfiguren oder Statuen von nackten Jünglingen und in zwei, drei Jahren wäre die Bude voll damit. Aber der Wüstling, der trotz seines schwulischen Auftretens wohl nichts für nackte Jünglinge empfindet, hätte etwas anderes gefunden gegen die Tastatur, wäre der Knabe schon früher in den Müll gewandert.
Aktenordner lagen halb entleert über den Boden verstreut, die Kaffekanne darüber ausgegossen, die Aschenbecher entleert. Ein paar Bilder waren von den Wänden geholt, einige hingen unbeachtet. Es war alles sehr ordentlich durcheinander gebracht worden. Wie von einem hochbezahlten Film-Requisiteur. So hatte es auszusehen nach einem gewaltsamen Eindringen, einem Niederschlag, einem Überfall. Das war glaubhaft, nicht zuviel und nicht zuwenig. Jeder, ob Profi oder Laie, wird sich davon überzeugen lassen, dass hier was gesucht worden war.
Es kam mir nur nichts in den Sinn, was man bei mir hätte suchen wollen. Hier gibt es werde Geld noch Schmuck noch Geheimnisse. Darum ging es. Das war alles so glaubwürdig, dass ich mit dieser Aussage unglaubwürdig würde. Mir drehte sich wieder der Magen. Es ging darum, die Polizei aus dem Spiel zu lassen. Aber worum ging es sonst noch? Ich hatte keine Ahnung.
Es entwickelte sich so, dass Conny schon das Geklapper der Tastatur, erst recht der Plotter, zu laut war, er sich immer mehr in das obere Stockwerk zurückzog und anfing in japanischen Mönchskleidern rumzulaufen. Nach anderthalb Jahren einigten wir uns dahingehend, dass er nach Japan ging zum Meditieren, während ich in der Villa blieb und den Verlag weiterführte, wofür er von mir eine ausreichende monatliche Beteiligung überwiesen bekam; eine Regelung, die uns beide für eine lange Zeit zufrieden stellte.
Soviel ich weiß, hat sich in seinem Leben seither nicht viel geändert. Er läuft immer noch in japanischer Mönchskleidung rum, sitzt sich immer noch den halben Tag den Hintern platt, um das Geplapper der Synapsen zu reduzieren und wahrscheinlich wäre es ihm scheißegal, wenn er wüsste, dass ich ihn bei der Fusion des Verlags mit Schott und dem Verkauf der Villa kräftig übers Ohr gehauen hab. Immerhin hatte ich zwölf Jahre meines Lebens in das ganze Unternehmen gesteckt, was aus dem Keller raus- und fast bis unter das Dach der Villa gewachsen war. Wir schrieben Noten mit Computern, das ging schneller als alle anderen Verfahren und wir waren so gut, dass es die meisten Kritiker dieser Entwicklung nicht einmal bemerkten. Ich hatte in den Jahren das Programm so weit verbessert, dass ich Schott 1990 überreden konnte, es einzusetzen. Es kostete Schott viel Geld und es kostete viele Arbeitsplätze. Weil es zumindest in den ersten Jahren ohne mich nicht ging, musste Schott mich mitkaufen. So kam ich hierher in unsere kleine Stadt, wo ich mir ein bescheidenes Vermögen auf die Seite legen konnte. 1995 stieg ich aus und machte mich als Musikverwerter selbständig.
Jetzt wissen Sie in groben Zügen Bescheid. Ich hoffe, Sie sind die richtige Person, um mir aus dem ganzen Dilemma rauszuhelfen. Bis hierher gehts ja noch, aber warten Sie ab, es wird noch richtig düster.
tonbandprotokoll vom 23 Mai 2006, eingeschaltet 7:13 uhr, abgeschaltet 10:46 uhr.
niederschrift vom 17. juni des selben jahres
hagbarth - 10. Jan, 23:31 in Das Firmament


